12.05.2009
So viel Tatendrang, so viel Kraft steckt in mir, aber ich sehe keine Chance, wirklich etwas auszurichten. Seit ein paar Wochen zeichne ich Tierbilder, um sie auf Flohmärkten zu verkaufen. Der Erlös soll dem Tierschutz zukommen - genaugenommen den Straßenhunden in Spanien oder Portugal, wie auch Vally einer war.
Ich befürchte allerdings, dass keiner diese Bilder kaufen wird. Die ganze Arbeit, die ich mir jetzt damit mache, wäre also umsonst gewesen.
Aber deshalb gar nichts tun? Das kann es auch nicht sein! Ich möchte so gern helfen, denn das Elend dieser Hunde berührt mich tief. Am besten hilft man mit Geld, ich weiß. Geld habe ich aber nicht genug. Und deswegen hege ich die Hoffnung, dass es einen anderen Weg gibt, um Straßenhunde zu unterstützen.
Mir fehlt noch die zündende Idee, aber warum gleich resignieren? Auch ein winziger Schritt wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
16.05.2009
Hunde aus dem Tierheim auszuführen, war mit Sicherheit eine gute Idee. Wie oft habe ich meine Freizeit einfach nur vertrödelt und mich gelangweilt - nun nutze ich meine freien Stunden, um zu helfen. Auch mir selbst tue ich damit etwas Gutes: ich komme an die frische Luft, habe Zeit zum Nachdenken und genieße das Gefühl, gebraucht zu werden. Leider hat das Tierheim nur montags, mittwochs und freitags für zwei Stunden geöffnet, aber ich werde mich trotzdem bemühen, in Zukunft oft vorbeizuschauen.
Das Zeichnen geht ebenfalls gut voran. Achtzehn Bleistiftzeichnungen von Tieren habe ich inzwischen angefertigt und auch von den bunten Nilpferdbildchen gibt es immer mehr. Ob es was bringt? Diese Frage stelle ich mir wieder und wieder. Ich weiß es nicht. Vielleicht ja, vielleicht nein.
Außerdem reift in mir schon lange der Traum, Straßenhunden vor Ort zu helfen. Einige Organisationen fragen sogar nach freiwilligen Helfern, aber wie komme ich dahin? Auf jeden Fall bin ich bereit, mir für die Hunde die Hände schmutzig zu machen. Vielleicht habe ich in den Sommerferien Gelegenheit, aktiv zu helfen. Es wäre natürlich gut, wenn ich noch jemanden fände, der mich begleitet.
18.05.2009
Ich glaube es kaum, aber gerade habe ich eine Reise mit meiner Freundin nach Spanien gebucht. Wir fahren mit dem Bus nach Tossa de Mar, wohnen für eine Woche in einem Hotel und helfen im dortigen Tierheim mit. Das Tierheim gehört der Organisation APAP-Tossa an, an die ich mit in Bezug auf aktive Tierschutzhilfe vor Ort gewendet habe. Da man mir äußerst freundlich und herzlich begegnete, dachte ich nur: Das ist es! Und schwupps finde ich eine Begleiterin und buche die Reise.
Meine Güte, bin ich aufgeregt. Ich kann es kaum noch erwarten! Am 26. Juni 2009 geht es los, also direkt am Anfang der Sommerferien und wir bleiben bis zum 04.Juli. Die Arbeit dort wird sicher hart sein und nicht immer spaßig, aber ich kann den Straßenhunden und Katzen helfen - das ist es, was zählt.
Die Erfahrungen, die ich mitnehme, sind für mich bestimmt sehr wertvoll. Hoffentlich klappt alles so, wie ich es mir vorstelle. Ein großer Traum von mir scheint in Erfüllung zu gehen!