Aktive Arbeit für den Tierschutz
>> kreative Tierschutzarbeit


13.05.2009
Hund aus dem Tierheim ausgeführt
Obwohl ich ziemlich erschöpft war, als ich aus der Schule kam, habe ich mich heute entschlossen, einen Hund aus dem Tierheim auszuführen. Die Leute dort waren diesmal sehr nett zu mir und gaben mir Hündin "Tinka", mit der ich von Anfang an geliebäugelt habe. Zwanzig Minuten durften wir spazieren gehen, dann musste ich sie zurückbringen.




15.05.2009
Zwei Tierheimhunde ausgeführt
Ich bin wirklich stolz auf mich. Trotz vierstündiger Deutscharbeit und Regenwetter bin ich nach der Schule wieder zum Tierheim gegangen. Diesmal sollte ich die beiden Chihuahua-Mischlinge "Barney" (Foto links) und "Fienchen" (Foto rechts) ausführen. Barney war ein kleiner Draufgänger, der es sehr eilig hatte und Fienchen ein ganz scheues Seelchen mit ausgeprägtem Schmusebedürfnis.



20.05.2009
Tierheimhund ausgeführt
Heute war ich wieder im Tierheim und habe "Darimia" ausgeführt. Auf ihrem Zwingerschildchen stand, dass sie erst ein Jahr alt ist und aus Ungarn kommt. Katzen mochte die Hündin gar nicht, aber ansonsten lief sie ganz unproblematisch an der Leine und ließ sich gerne überall kraulen.




22.05.2009
5€ an "Tiere in Not e.V." gespendet
Bei einem Ausflug nach Hameln mit zwei Freundinnen sind wir an einem Informationsstand vom Verein "Tiere in Not" zum Thema Tierschutz stehen geblieben. Der Verein, so wurde uns gesagt, unterstütze Gnadenhöfe und Tierheime und kümmere sich um den Lebensabend von älteren Tieren. Da wir zwar helfen, aber nicht spontan den Mitgliedervertrag unterschreiben wollten, steckten wir alle ein bisschen Geld in die Sammelbüchse des Informanten. Ich habe 5€ gegeben und hoffe, dass sie einem guten Zweck zukommen.



10.06.2009
Tinka ausgeführt
Die letzte Klausur ist geschrieben, der ganze Schulstress fällt von mir ab: endlich wieder Zeit für eine kleine gute Tat! Deshalb war ich heute mit meiner Mutter im Tierheim und habe Tinka ausgeführt. Was für ein schöner Hund! Das denke ich immer wieder. Hoffentlich findet sie bald jemanden, der ihr ein Zuhause gibt. Sie strotzt vor Lebensfreude und ist einfach nur lieb. Es tut jedes Mal weh, sie wieder in den Zwinger zu bringen.



12.06.2009
Darimia spazieren geführt
Und wieder ein Tierheimbesuch. Diesmal fiel die Wahl in puncto Spazierengehen auf die quirlige Darimia. Abgesehen davon, dass sie gerne Katzen anbellt, ist auch Darimia eine liebe und wahnsinnig hübsche Hündin, der ich endlich ein Plätzchen bei einem tierlieben Menschen wünsche. Vielleicht hat sie ja schon jemand ins Herz geschlossen und ich weiß es nur noch nicht. Das wäre doch schön.




09.07.2009
Arbeitseinsatz in Tossa (Spanien)
„Ohne Tiere könnte ich nicht leben!“ Das hört man von mir häufig. Ich liebe meinen Hund und meine beiden Katzen und es tut mir im Herzen weh, dass ich von anderen Tieren weiß, denen es um einiges schlechter geht als meinen eigenen Fellnasen. Um zu helfen habe ich deshalb viel versucht: Tierheimbesuche, Homepagearbeit, Mithilfe bei Tierschutzorganisationen. Aber ständig blieb da dieser Gedanke: „Das soll alles sein? Mehr kann ich nicht tun?“
Als 17-Jährige waren meine Möglichkeiten begrenzt, aber ich ließ mich nicht davon abbringen, nach neuen Hilfsoptionen zu suchen.
Mir wurde klar, dass ich etwas bewegen wollte. Gerade in Bezug auf Straßenhunde aus der Mittelmeerregion wollte ich endlich selbst Hand anlegen und etwas in Gang setzen. Arbeit im Dreck? Gerne, wenn es nötig ist! Traurige Bilder? Natürlich, ich kenne die Wahrheit! Kräftezehrende Aufgaben? Ich tue, was ich kann!
Und so stieß ich nach langer Internetrecherche auf die Organisation APAP Tossa, die um Mithelfer im Tierheim bat. „Das ist es!“, habe ich mir gedacht und Daniela, die deutsche Ansprechperson der Organisation, eine Mail geschickt. Sie antwortete nur Minuten später sehr freundlich und freute sich über mein Interesse. Ich merkte sofort, dass das Wohl der Tiere hier eindeutig im Mittelpunkt stand und dass man wirklich dankbar war über jede helfende Hand.
Nachdem mir das Tierheim so sympathisch begegnet war, fragte ich spontan meine Freundin Anika, ob sie Lust hätte, mit mir einen Arbeitseinsatz in Spanien anzutreten. Da sie ebenfalls eine Tierliebhaberin ist, war sie sofort begeistert. Wir buchten schon zwei Tage nach unserem Entschluss eine Busreise und es konnte losgehen.
Meine Güte, war ich aufgeregt! Als wir am 28. Juni 2009 in Tossa ankamen, konnten wir es kaum erwarten, das Tierheim mit Hilfe der zugesandten Wegbeschreibung zu suchen. Das erwies sich als relativ einfach und schließlich standen wir vor dem Tor.
Kaum hatten wir die riesige Residenz von APAP betreten, stürmte eine Schar Hunde auf uns zu, aus den Zwingern schallte Gebell – alle wollten gestreichelt und geknuddelt werden.
Diesen Gefallen erfüllten wir unseren felligen Freunden gern. Danach begannen wir auch schon die Arbeit.
Nachdem wir uns mit Isabel, Michel und Kim bekannt gemacht hatten – durchweg sympathische und tierliebe Menschen – zeigte man uns unsere Aufgabenbereiche: Katzennäpfe sauber wischen, Futtermischungen zubereiten, Näpfe füllen – das war das erste, was wir tun mussten. Meistens redete Kim mit uns, da wir uns auf Englisch besser verständigen konnten als auf Spanisch. Ich rechne es ihr hoch an, dass sie uns nicht aufgrund unseres Alters mit Samthandschuhen anfasste, sondern auch verantwortungs-volle, harte Arbeit für uns vorsah. Die folgte nämlich sogleich dem Näpfesaubermachen: Hundekot beseitigen, Hunde baden, bürsten und Halsbänder anlegen, Zäune reparieren, Zecken entfernen, Flohmittel ins Fell reiben, Wasserbottiche schrubben und neu auffüllen.
Es war schweißtreibend, anstrengend, langwierig, schmerzhaft und traurig – aber supertoll! Die Erfahrungen, die ich während des Arbeitseinsatzes gesammelt habe, sind unglaublich wichtig für mich. Ich habe viel über Hunde und Katzen, ihre Lebensumstände in der Mittelmeer-region, über die dort arbeitenden Menschen und vor allem über mich selbst gelernt.
Besonders der Besuch in der Perrera Tossa hat Spuren hinterlassen. So viele Schicksale, so viele Bilder, die mich berührten: ein Galgo, übersät mit Narben, ein Jagdhundmischling, dem die Ohren abgeschnitten worden waren, ein Dackel mit einer Bissverletzung am Rücken, aus der das Wundwasser suppte, ein Basset mit faustgroßen Geschwüren… Und trotzdem hat es nie Tränen gegeben, weil ich wusste: Ich tue etwas, ich tue mein Möglichstes und helfe.
Dieses Gefühl, diesen Gedanken, etwas bewegt zu haben und ein Dutzend wertvolle Erfahrungen, nehme ich aus meinem Arbeitseinsatz in Tossa mit.
Ich empfehle jedem, der Hunde mag und ihr Leid vermindern will, mit gutem Gewissen die Mitarbeit im Tierheim bei APAP. Auch junge Menschen – Schüler wie Anika und ich – sind dort willkommen und können etwas bewegen.
Man kann nicht alle Hunde auf der Welt glücklich machen, das habe ich gelernt, aber zumindest drei oder vier pro Tag.
13.07.2009
Mit Darimia Gassi gegangen
Bei sonnigem Wetter führen viele Leute Hunde aus. Auch Darimia war wohl schon mal Gassi, denn sie sprang nicht allzu wild umher wie sonst. Trotzdem wird sie sich über die Extra-Runde mit mir gefreut haben. Sie ist so ein süßer Hund! Wenn sie nicht dauernd Katzen anbellen würde...